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Bücher
 

 
Chaostage (Moses Arndt)
 

 

Inhaltsangabe: Der Trash-Roman "Chaostage" erzählt ein Stück erlebte Punkgeschichte und ist dabei selbst schon fast Punkgeschichte.

Ex-Szene-König Moses Arndt beschreibt im Buch nicht die berühmt-berüchtigten, medien-gerechten Chaostage von Hannover, sondern die alltäglichen Chaostage im Underground. Erzählt wird die Geschichte einer Gruppe Punks, Skins, Autonomer und einiger Polizeibeamter, irgendwo in Deutschland an einem ganz normalen Wochenende. Als sich die Wege kreuzen, kommt es zur Katastrophe.

Die von Tarek Ehlail gedrehte Verfilmung kommt 2008 in die Kinos.

Pressestimmen: "Bislang ist es der definitive deutsche Punkroman schlechthin." (Plastic Bomb) / "Vergesst Tarantino, hier kommt das Leben! Die Geschichte ist eine Verkettung all dessen, was unter Punk assoziiert wird, in einer wunderbar direkten Sprache geschrieben mit dem Flair des authentisch nicht Authentischen." (BiBaBuZe) / "Moses Arndt nimmt in Chaostage kein Blatt vor den Mund. Zynisch und provozierend prangert er die Gesellschaft an. Mit Erfolg." (taz)

Ventil Verlag
Broschur
220 Seiten
1996, 4. Aufl. 2005

 
Preis: 15,24 EUR
 

 
Das Ox-Kochbuch, Teil 1
 

 

Inhaltsangabe: Vegetarische und vegane Kochbücher gibt es viele. Dieses hier ist jedoch das erste Kochbuch von Punks, aber nicht nur für Punks! Seit vielen Ausgaben hat die vegetarische Rezeptseite einen festen Platz in einem der erfolgreichsten Punk- und Hardcore-Fanzines in Deutschland, dem Ox. Für das Buch wurden die besten »auf Zwiebel und Tomate getesteten« Rezepte zusammen mit den geheimen Kochanleitungen von Bands, Plattenlabels und Szenegrößen gesammelt und mit einem leckeren Cover und Illustrationen von Comic-Zeichner Ole serviert.

Wert gelegt wurde hier nicht nur auf verständliche, leicht nachvollziehbare Kochanleitungen (sogar an massenkompatible Rezepte für »Volxküchen« wurde gedacht), sondern auch auf den Spaß beim Brutzeln: Alle Rezepte sind mit passenden Musiktips versehen und vor allem sehr unterhaltsam geschrieben. So wird das Kochen mit dem Ox-Kochbuch zu einem kulinarischen, gemeinschaftlichen und akustischen Vergnügen.

Pressestimmen: "Ein Punk lebt nicht vom Bier allein. Ihm schmecken auch Halloween-Suppe mit Kürbis, Popeye-Pfannkuchen und Spaghetti." (Prinz) / "Schon mal für eine komplette Band gekocht? Da kommen mit Musikern, den Licht- und Tonmenschen, den Roadies, Agenten und Freunden schnell 35 Leute zusammen. Kein Problem mit dem Ox-Kochbuch!" (Brigitte Young Miss) / "Selbst in deutschen Wohn-Küchen kann jetzt der Punk abgehen: Denn das ›Ox-Kochbuch‹ verrät auf knapp 180 Seiten, wie sich aus internationalem Gemüse und Gewürzen leckere WG- oder Volxküchen-Gerichte zaubern lassen. Motto: ›Eat no shit." (Berliner Kurier) / "Jetzt gibt es endlich die ultimative Punkrock-Essens-D.I.Y.-Bibel. Neben vielen eigenen Rezepten gibt es massig Gäste, sowohl VIPs als auch NIPs, die ihre Gemüsebrühen zum besten geben. Schätze mal, dass da in Zukunft das eine oder andere Pizzataxi gar nicht mehr gerufen wird." (Plasticbomb)

 
Ventil Verlag
Broschur, mit llustrationen
184 Seiten
1997, 6. Aufl. 2007
 
Preis: 9,20 EUR
 

 
Das Ox-Kochbuch, Teil 2
 

 

Inhaltsangabe: Auch der zweite Teil des beliebten Ox-Kochbuchs verfolgt das Konzept: Vegetarier haben nicht nur mehr Spaß beim Kochen, sondern auch beim Essen. Alle Kochtipps stammen von Prominenten aus der Szene, von Musikern, Comiczeichnern oder Plattenlabels, die hier nicht nur ihr liebstes vegetarisches oder veganes Rezept vorstellen, sondern auch einen Musiktipp angeben, der sich zum Kochen und beim gemeinsamen Essen besonders gut eignet.

Das Ox-Kochbuch macht Kochen zu einem gesellschaftlichen Ereignis: In der Gruppe und bei der entsprechenden Musik ist der Spaß am größten. Menschen, die immer noch hektisch, heimlich und alleine bei McDonalds dinieren, sind selber schuld – hier gibt es die Alternative, Teil zwei. Einfach, lecker und alltagserprobt.

Pressestimmen: "Das zweite Kochbuch ist noch benutzerfreundlicher geworden. Neben trickreichen Gaumenfreuden gibt es hier erstmals auch Grundrezepte vom Feldsalat bis zu Pesto – Sachen, die gar nicht selbstverständlich sind, die aber von den meisten Kochbüchern vorausgesetzt und also verschwiegen werden. Damit ist das Ox-Kochbuch etwas für Laien und für angehende Chefköche zugleich – und all das mit leckeren Zeichnungen versehen." (aktiv-Musikmagazin) / "Eindeutiges Fazit nach dem Lesen in dieser Lektüre: Es gibt ein Leben neben Alfred Biolek!" (My Way) / "Doch längst nicht alle Leser und Käufer des Ox-Kochbuchs zählen sich zu den Punkrockern. Das Erfolgsrezept muss also noch woanders liegen. Und in der Tat, wenn man einen Blick in das Rezeptbuch wirft, merkt man schnell, worin sich das Buch aus dem Ventil Verlag von anderen vegetarischen Kochbüchern durchaus angenehm unterscheidet. Zwar fehlt jegliches appetitanregende Foto von den fertigen Gerichten, doch wird man durch die Rezeptauswahl und die alltagstauglichen, einfach und verständlich geschriebenen Kochanleitungen dafür mehr als entschädigt. (...) In jedem Fall kann man behaupten, dass sich die Sprache in diesem Kochbuch vom sonstigen Kochbuch-Einerlei deutlich unterscheidet." (Eurogay)

Ventil Verlag
Broschur, mit llustrationen
240 Seiten
2000, 3. Aufl. 2004

 
Preis: 11,25 EUR
 

 
Das Ox-Kochbuch, Teil 3
 

 

Inhaltsangabe:  Das beliebte vegetarische Kochbuch geht in die dritte Runde! Wieder einmal setzt sich das Ox, Deutschlands erfolgreichstes Punk-Magazin, die Kochmütze auf und präsentiert die besten vegetarischen und veganen Rezepte für Punkrocker und solche, die es werden wollen.

Alle Rezepte sind leicht nachzukochen. Dabei wurde wieder an jede Kochgelegenheit gedacht: Es finden sich Gerichte für das Essen in trauter Zweisamkeit ebenso wie für den WG-Schmaus oder die Riesenportionen, die in "Volxküchen" benötigt werden.

Damit auch der Spaß beim Kochen nicht zu kurz kommt, sind alle Rezepte mit einem passenden Musiktipp versehen und wurden von Leuten aus der Punkszene zusammengetragen, darunter Bela B. von den Ärzten und Martin von EA80.

Neben Rezepten versammelt der dritte Band fundierte Hintergrundartikel zu Fragen wie: Was ist vegane Ernährung und was gilt es dabei zu beachten? Was sind "Volxküchen"? Warum ist Punk für viele Anhänger der Szene untrennbar mit vegetarischer Ernährung verbunden? Anfänger und Fortgeschrittene sind bei diesem Cook'n'Roll-Erlebnis also gleichermaßen willkommen.

Pressestimmen: "... die leckeren vegetarischen Rezepte von Promis und Szene Mogule und natürlich Normalsterblichen sind wie immer eine Offenbarung für Küche UND Haushalt und im Stil einzigartig!" (Bierfront) / "Da läuft nicht nur PunkrockerInnen das Wasser im Munde zusammen. Das Ox-Kochbuch 3 ist, wie seine beiden Vorgänger, ein echter Geheimtipp!" (AVIVA) / "Neben fleischlosen Rezepten samt passenden Soundtrack-Empfehlungen enthält das Buch eine Menge Illustrationen in dem punk-typischen Erpresserbriefstil. Doch auch wertvolle Tipps für den ›politisch korrekten‹ Einkauf, Informationen über den Biolandbau und sogar eine Anleitung zum ›Hardcore-Häkeln‹ von Topflappen mit dem Logo der Kult-Band ›Black Flag‹ sind dabei. Durch und durch ein Vergnügen." (net4low.com, Susann Witt-Stahl)

Ventil Verlag
Broschur, mit Illustrationen
224 Seiten
2004, 2. Aufl. 2007

 
Preis: 9,90 EUR
 

 
If the kids are united (Martin Büsser)
 

 

Inhaltsangabe: Als "If the kids are united" 1995 erschien, war es das erste deutschsprachige Buch über Punk von seinen Anfängen bis in die 1990er Jahre hinein. Inzwischen liegt das Buch bereits in seiner 7. Auflage vor und gilt längst als Standardwerk zum Thema. Es schlägt einen Bogen vom britischen Punk der 1970er über die Hardcore-Bewegung der 1980er bis zu Grunge in den 1990er Jahren und dem so genannten Ausverkauf von Punk im Videozeitalter.

Das Buch ist mehrfach inhaltlich überarbeitet worden, für die 6. Auflage kamen erstmals Abbildungen hinzu, doch sein historischer Charakter als Zeitdokument ist dabei bewahrt worden: Martin Büsser hat das Buch zu einer Zeit geschrieben, als Punk und Hardcore endgültig im Mainstream angekommen waren. Der langjährige Mitarbeiter des "Zap"-Fanzines nimmt damit Abschied von ›seiner‹ Szene und beschreibt, wie es zu der Kommerzialisierung von Punk hatte kommen können.

"If the kids are united" ist voller Teilnahme geschrieben, besinnt sich auf die politischen Grundwerte der Szene und hat damit seit Erscheinen für zahlreiche Polarisierungen gesorgt. Ob Zustimmung oder Widerspruch: "If the kids are united" lässt keinen kalt, der einmal in die Szene involviert war.

Pressestimmen: "Durch Büssers Analyse wird deutlich, woran die heutige Szene krankt: Die einstige Subkultur wurde vereinnahmt und kommerzialisiert, woraufhin die Ideale, sich nicht zu verkaufen, kritikfähig zu sein und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu leisten, in Trümmern liegen." (Dirk Siepe in Visions) / "Kenntnisreich, mit einer Menge an Fakten und Meinungen sowie einigen Auszügen aus Gesprächen mit MusikerInnen, beschreibt Martin Büsser die Subkultur(en) des Punk und Hardcore, vom Punk der mittleren Siebziger (Sex Pistols) über dessen Weiterentwicklung (...) inklusive der Abgrenzungen und Vermischungen mit anderen Musikstilen (Heavy Metal, Hip Hop) bis hin zum Status Quo der Neunziger, als Neo-Punk (Green Day, Offspring, Rancid) und der sogenannte Crossover mehrheitsfähig geworden sind." (Thomas Bohnert in Die Beute) / "Ein unentbehrliches (Be)Lehrbuch für all diejenigen, die einst auf den ›Green Day‹-Zug aufgesprungen sind und nun merken, dass eigentlich viel mehr dahinter steckt und die jetzt wiederum wissen wollen, worauf sie sich eigentlich eingelassen haben. Weniger pathetisch: Sehr empfehlenswert!" (Daily Grind)

Ventil Verlag
Broschur
160 Seiten
1995, 7. Aufl. 2006

 
Preis: 10,90 EUR
 

 
Punk, DC (Mark Andersen / Mark Jenkins)
 

 

Inhaltsangabe: Die Insidergeschichte aus Washington, DC über das Zentrum des amerikanischen Hardcore-Punk

Wer an Punk denkt, denkt zuerst an London oder New York. Doch in keine Stadt wurde das weitere Verständnis von Punk zu Beginn der 1980er-Jahre so stark geprägt wie durch die Szene von Washington, DC. Hier entstand mit Minor Threat der Stil, der später "Hardcore" genannt wurde. Mit ihrem "positiven Denken" sorgten die Washington-Punks für eine Abkehr von Alkohol, Drogen und Selbstzerstörung.

Die Zeitzeugen Mark Andersen und Mark Jenkins erzählen lebendig von der Szene ihrer Stadt. Etwa davon, wie mit den Bad Brains die erste afroamerikanische Punkband entstand, die Hardcore mit Reggae vermischte. Und davon, wie Minor Threat mit ihrem Song "Straight Edge" wider Willen eine ganze Jugendbewegung auslösten. Oder wie Ian MacKaye mit "Dischord" eines der politisch integersten Labels der Musikgeschichte ins Leben rief.

Gespickt mit O-Tönen von Musikern und Künstlern gibt das Buch einen tiefen Einblick in zwei Jahrzehnte Punkgeschichte mit all ihren Höhen und Tiefen. Wir erfahren von irrwitzigen Schlägereien zwischen Punks und Skins und davon, wie sich die Bad Brains mit ihrer Schwulenfeindlichkeit in der Szene ins Aus geschossen haben. Wir begleiten Ian MacKaye von seinen Tagen als kahl geschorener Teenager bis zum gereiften Musiker bei Fugazi, dem politische Ideale wichtiger als musikalischer Erfolg sind. Wir erleben den Aufstieg der Riot Grrrls als Gegenbewegung zum aggressiven männlichen Slamdance. Und wir erfahren ganz nebenbei von einem jungen Teenager namens Dave Grohl, der in der Washington-Szene seine ersten Gehversuche machte und sich zehn Jahre später bei einer Band namens Nirvana wieder fand.

"Punk, DC" ist exemplarisch für die Geschichte vieler Szenen, nicht nur in den USA, sondern in der ganzen Welt. In dem Buch, das sich streckenweise spannend wie ein Krimi liest, verlaufen die Fäden deshalb auch in alle nur erdenklichen Richtungen – zur kalifornischen Punk-Bewegung rund um Black Flag und Hüsker Dü, zum New York Hardcore und zur Szene in Seattle, deren Musik Anfang der 1990er Grunge getauft wurde.

Pressestimmen: "Eine spannende Geschichte und eines der besten Bücher über Musik, das mir bisher in die Hände gefallen ist. Sollte im Bücherregal direkt zwischen ›Please kill me!‹ und ›Give me Friction, Baby!‹ stehen." (The Punchliner, Andreas Reiffer) / "Wahnsinnig beeindruckend ist es, wie die zwei Autoren Mark Andersen und Mark Jenkins, wie beide den Ursprung dieser Szene hautnah miterlebt haben, mit der Liebe zum Detail ihre Erinnerungen aus eben diesen bewegenden und auch prägenden Tagen wiedergeben" (Helldriver Magazine) / "Egal wie sie es gemacht haben, sie haben es sehr gut gemacht, sehr detailliert, man erkennt sofort, dass es sich bei den Schreibern um Leute handelt die dabei waren und nicht irgendwelche Journalisten die nichts mit der Sache zu tun hatten ..." (Trust) / "Denn jetzt gibt es schlicht keine Ausreden mehr, sich nicht mit der DC-Szene auseinanderzusetzen, vor allem wenn man bedenkt, welch ungemein hörbaren Nachhall diese Szene auch heute noch in den aktuellen Veröffentlichungen einer Vielzahl von Bands findet. Das Wunderbare an diesem Buch ist letztlich vor allem, dass die beiden Autoren so spannend und vielseitig erzählen, so dass sich das Werk bisweilen fast wie gute Prosa liest ..." (Musician)

Ventil Verlag
Broschur, mit Abb.
432 Seiten
1. Aufl. 2006

 
Preis: 17,90 EUR
 

 
The Philosophy of Punk (Graig O'Hara)
 

 

Inhaltsangabe: Das US-Standardwerk zur Punk- und Hardcoregeschichte

Das Buch gibt Newcomern und Kennern einen fundierten Einblick in das Wesen von Punk, in die "Philosophie", die hinter der Bewegung steht. Autor Craig O’Hara, ein genauer Kenner der Szene, behandelt dabei Fragen nach dem Verhältnis von Punk, Politik und Anarchie, geht auf das ambivalente Verhältnis von Punks und Skinheads ein, beschreibt die Fanzine-Szene und widmet den Geschlechterverhältnissen im Punk ein eigenes Kapitel.

Natürlich kommt dabei auch die Musik nicht zu kurz. Vor allem die US-amerikanische Szene, von Klassikern wie Black Flag und Minor Threat bis zur jüngeren Hardcore- und Riot-Grrrl-Bewegung, wird ausführlich in O-Tönen und zahlreichen Abbildungen vorgestellt.

Aus dem Amerikanischen übersetzt von Edward Viesel.

Pressestimmen: "Jede Seite verströmt den wilden Geist und den Schweiß der engen Clubs und macht klar, dass es sich bei Punk tatsächlich um eine Philosophie handelt. Deshalb geht es in dem Buch nicht nur um die Musik, sondern auch um politische Utopien, Geschlechterverhältnisse, "Do it yourself"-Gedanke und schließlich um den so genannten Ausverkauf der Szene. Damit ist The Philosophy of Punk selbst ein Stück lebendiger Punkgeschichte." (Aktiv Musikmagazin) / "Themen wie Sexismus oder Skinheads werden ebenso in Kapiteln angesprochen wie die Straight-Edge-Szene oder überhaupt die anarchistische Gedankenwelt der meisten Punk-Aktivisten. Somit wird das Buch zu einer leicht lesbaren Übersicht zu einer sehr vielseitigen Szene, zu einer Lektüre also, die man vor allem Journalisten, Sozialarbeitern und Lehrern zur Pflicht machen sollte." (Enpunkt) / "Overall, this is a very in-depth study of punk values, and how punk looks out towards the straight world. I feel it is excellent for understanding punk, especially the highest ideals that it has aspired to obtain." (Maximum RocknRoll zur Originalausgabe) / »Das Standardwerk zur Geschichte der Punkmusik ...« (aktuell-Zeitung für die Bundeswehr)

Ventil Verlag
Broschur, mit Abb.
168 Seiten
2001, 4. Aufl. 2006

 
Preis: 11,90 EUR
 

 
Vorkriegsjugend (Jan Off)
 

 

Inhaltsangabe: Jung kaputt spart Altersheime! Goldene Tage waren das Mitte der 80er, als gefärbte Haare und zerrissene Klamotten bei Eltern, Lehrern und deinem Gegenüber in der Straßenbahn noch echte Empörung auszulösen vermochten. Eine Zukunft sollte es nicht geben – das hatten zumindest die Großmächte versprochen. Wozu also die knappe Zeit mit einer Berufsausbildung vergeuden?! War es nicht wesentlich sinnstiftender, das ungeheure Angebot an Rauschmitteln zu verkosten, dabei weitere Nieten in die Lederjacke zu schrauben und die Regler der Anlage hochzureißen, damit auch die Nachbarn den neuen "oundtrack zum Untergang" genießen konnten?

Ja, natürlich war es das! Aber bis der lang ersehnte Irokesenschnitt endlich das notwendige Stehvermögen besaß, mussten nicht selten zahlreiche Hürden genommen werden.

Der Roman »Vorkriegsjugend« würdigt eine Dekade, die so furchtbar gern kalt sein wollte, sich im Vergleich zum nachfolgenden Jahrzehnt aber als echter Ponyhof präsentiert.

Pressestimmen: "Das Buch ist [...] Pflichtlektüre: Veteranen, die einst in Diskotheken auf Neue Deutsche Welle und New Wave pogten (weil dort kein Punk gespielt wurde!), bringt es alle Klischees der kläglichen Sozialisation via Nostalgietransfer zurück; jüngere Leser dürften Parallelen zu eigenen (aktuellen?) Verfehlungen wieder entdecken und feststellen, dass früher eben doch nicht alles besser war – obschon Off alles so humorvoll verpackt hat, dass sich einem beim Grinsen und Lachen jener Verdacht aufdrängen könnte. Pflichtlektüre eben!" (tbc, Ox Fanzine) / "Erzählt werden die Erlebnisse eines Westzonen-Kindes aus Braunschweig. Eine echte Punk-Geschichte, der Anti-Teipel. Hier geht es nicht um die kreativen Sorgen der Stars und um die köstlichen Schnurren aus dem Backstage. Offs Helden sind die Jungs vom Springbrunnen am Lesepavillon. Es geht um Gruppenhierarchien und wie man sich mühselig in ihnen hinaufarbeitet. Das heißt am Anfang vor allem, immer Kippen und eine Dose Bier zum Spendieren in der Tasche zu haben und nie lauter zu rülpsen als das Alfa-Tier." (Peter Matzke in Leipziger Volkszeitung) / "Eine mehr als unterhaltsame Achterbahnfahrt voller Heldentaten und Peinlichkeiten. Lederjackencontests, Punkettenstress, Skinheaddiktaturen, Schäferhundverfolgungen, Valeronräusche und Karlsquellliebschaften – überall darf man dabei sein, gedanklich mitsaufen, mitfiebern und mitschämen. Beinahe gelangt man sogar mit Fleisch, Vornefett, Properski und Co. Auf die ersten Chaostage von Hannover. Beinahe. Wäre da nicht der ein oder andere Zwischenstopp, wie z.B. an der Schenke ›Zum saftigen Hinterschinken‹ gewesen ... Ein super Buch voller brisanter Erlebnisse in einem wie zu erwartenden 1a Schreibstil. Empfehlung des Jahres!" (Furious Clarity) / "Vor allem aber ist ›Vorkriegsjugend‹ unterhaltsame, glaubwürdige Lektüre ohne nostalgische Verklärung." (Toby Schaper, SUBWAY) / "Jetzt, da Hausfrauen sich die Haare rot, grün oder orange färben, wo ›kaputte‹ Jeans aus der Boutique stammen oder der Hautschmuck alltäglich wurde, ist es wohl an der Zeit, gute 200 Gramm Punkrock zum Nachlesen herauszubringen." (www.wildwechsel.de)

Ventil Verlag
Broschur
160 Seiten
2003, 4. Aufl. 2007

 
Preis: 9,90 EUR
 

 
Wo die wilden Maden graben (Nagel)
 

 

Inhaltsangabe: Nach mehr als einem Jahrzehnt Tourleben mit seiner Band Muff Potter, einer der bekanntesten deutschen Punkbands, legt deren Sänger Nagel mit "Wo die wilden Maden graben" sein Romandebüt vor.

Der Protagonist kehrt nach einer ausgedehnten Konzerttournee nach Hause in einen unstrukturierten Alltag zurück. Die sozialen Kontakte außerhalb des Bandgefüges sind verkümmert, das Leben in der Heimatstadt gleicht einer permanenten Ausnahmesituation: Alltag, das ist das Leben auf Tour. Voller Leerlauf und vertaner Zeit, monoton und kräftezehrend, doch gleichzeitig auch glamourös und aufputschend.

Das Buch handelt von Zuständen, für die man einerseits keine Lösung findet und mit denen man sich andererseits nicht arrangieren kann oder will; von den Widersprüchen, die sich daraus ergeben; von dem Wunsch, mal anzuhalten und auszuruhen und der gleichzeitigen Angst davor. Der Angst, einzurosten.

"Wo die wilden Maden graben" beschreibt diesen Alltag zwischen Tour und Heimkehr in kleinen Momentaufnahmen, durchzogen von Erinnerungen an früher, an das Leben in der Kleinstadt, an die schlecht bezahlten Jobs, an fast vergessene Träume und verflossene Liebschaften. Und vor allem an die Anfänge der Band, an die Flucht vor dem erdrückenden Alltag. Der Roman weist neben diesem Einblick in den Touralltag jedoch weit über das bekannte Tourtagebuch-Schema hinaus, beschreibt er doch gerade die Langeweile und Enge im Tourbus, die Problematik des Zurückkommens und die Flucht in die Musik in einer angenehm unaufgeregten Sprache.

Pressestimmen: "Spielt es aber für das Buch eine Rolle, dass hier nicht der Nagel erzählt, den man aus Interviews kennt, von der Bühne, von der Bar? Nein, denn die Geschichten, die er erzählt, sind gut und immer so real, dass man speziell als Leser, der sich in der selben ›Szene‹ bewegt, immer wieder Momente der Selbsterkenntnis hat." (OX-Fanzine) / "Ein Buch, das auch bei Unkenntnis Muff Potters gut funktioniert. Als Milieustudie und Punkrock-Version der ›Mach dein Ding!‹-Haltung." (Visions) / "Ausgerechnet im lauten Tourbetrieb – zwischen Punkkonzerten, Backstagepöbeleien und nervigen Fans – sucht Nagels Protagonist nach Ruhe. Er hat Sehnsucht nach Normalität, lehnt sie aber zugleich ab. Und dieser Widerspruch, der dem Erzähler unlösbar scheint und Fragen nach Glück und Zufriedenheit aufwirft, gibt diesem wunderbaren Roman Tiefe." (Hannoversche Allgemeine) / "Sehr unterhaltsam, frisch und in einigen Fällen sogar von Regener’schen Ausmaß." (Inside)

Ventil Verlag
Broschur
240 Seiten
2007, 2. Aufl. 2007

 
Preis: 12,90 EUR
 

© Sebastian Kuboth, 2000 - 2008